Aktivitäten
Nächste Termine
- 26.-28. Juni 2026: Keynote bei der Konferenz „Managing the AI Transition“, Berlin
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Gemeinnützigkeit offiziell anerkannt!
Der letzte Schritt zur offiziellen Anerkennung der &ai Stiftung ist beschritten: Das Finanzamt Koblenz hat offiziell unsere Gemeinnützigkeit anerkannt! Wir freuen uns, nun als Stiftung wirklich durchstarten zu können und auch in erste Gespräche mit möglichen Förderprojekten gehen zu können.
Und natürlich können wir nun auch für Spenden entsprechend Spendenbescheinigungen ausstellen!
Im Sinne der Satzung fördern wir die folgenden Zwecke:
- Förderung von Wissenschaft und Forschung (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO)
- Förderung von Kunst und Kultur (§52 ABs. 2 Satz 1 Nr. 5 AO)
- Förderung der Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 AO)
Kontaktiert uns gerne – sowohl wenn ihr potentieller Spender seid oder auch wenn ihr uns mit interessanten Personen in Kontakt bringen könnt, deren Projekte wir unterstützen können, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI in Musik und Kunst voranzutreiben!

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Gelungener Start unsere Vorträge: „The Disruption of Meaning – Musik, KI, Ethik“ an der TU München

Am 28. Mai 2026 feierten wir unseren ersten öffentlichen Vortrag an der TU München. Im Rahmen einer Knowledge Sharing Session, veranstaltet von den Munich Music Labs, sprach Joachim zum Thema „The Disruption of Meaning – AI, Music, Ethics“. Es war ein hochgradig interaktives Event, bei dem das Publikum vor Ort und online intensiv eingebunden war.
Wir starteten mit einem Blindvergleich von zwei Versionen einer kurzen Filmszene: Eine Version war mit KI-generierter Musik unterlegt (Googles Lyria-3-Modell, das per Prompt sekundengenau Stimmungen nachzeichnen sollte), die andere mit einer rein menschlich komponierten Filmmusik. Das Ergebnis des Blindvergleichs war verblüffend: Die Zuhörer konnten schon heute nicht mehr klar zuordnen, welche Musik menschlichen und welche maschinellen Ursprungs war.
Erst bei einer genaueren Analyse wurde der entscheidende Unterschied deutlich: Der menschliche Komponist verlieh der Szene durch seine Musik eine zusätzliche Bedeutungsebene. Er setzte bewusst auf eine 8-Bit-Computerspielästhetik, die das Publikum akustisch in eine völlig andere Welt versetzte, als die Bilder vermuteten. Der ungekürzte Ausschnitt mit der preisgekrönten Musik ist übrigens hier auf YouTube zu sehen. Eine solche subtile, zweite Ebene konnte die KI nicht erzeugen – obwohl der Wunsch nach einem „Genre Change“ Teil des Prompts war.
Im weiteren Verlauf des Abends beleuchteten wir, wie neue Technologien die Musikproduktion über die letzten Jahrzehnte verändert haben. Einerseits reißen sie Markteintrittshürden ein und demokratisieren den Zugang zur Musikproduktion – in letzter Konsequenz nun durch „Prompt-to-Song“-Generatoren. Gleichzeitig führen sie jedoch zu einer Vereinheitlichung (wie etwa den durch Streaming veränderten Songstrukturen) und zu einem massiven Verdrängungswettbewerb. Wenn der Markt mit massenproduzierten Songs geflutet wird, wird es immer schwieriger, sich musikalisch abzuheben.
Natürlich kamen auch Fragen des Urheberrechts und der ökologische Fußabdruck von KI-Rechenzentren zur Sprache. Gerade bei den Munich Music Labs stand jedoch eine Frage im Vordergrund: Wie können wir Technologie und Software so gestalten, dass der menschliche Handlungsspielraum und die kreative Integrität erweitert – und nicht durch das Softwaredesign subtil unterdrückt werden?
Die Diskussionen über KI-Autorschaft, Maschinenbewusstsein und die gesellschaftlichen Auswirkungen hallten im Nachgang noch lange nach. Ein rundum gelungener Auftakt für die Vortragsreihe von &ai!
Arcisstraße 21, 80333 München; Hörsaal: Gebäude 0502, Erdgeschoss, Raum 220

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&ai beim Creative Futures Forum
12. Mai 2026, Musikpark Mannheim
L’art pour l’art or l’art pour l’algo?
Das war eine der Kernfragen, die auf dem Creative Futures Forum debattiert wurden, organisiert vom Cluster Creative Economy in Mannheim (Moderation: Dr. Matthias Rauch). Ein großartiger Mix aus verschiedenen Expertisen und Perspektiven:
Dr. Dorothea Winter teilte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen von KI auf die Kreativität. Sie stellte unmissverständlich fest: Während KI im Mittelmaß erfolgreich sein kann, fehlt ihr die Fähigkeit, etwas wahrhaft Transformatives und Neues zu erschaffen. Sie vertrat hier eine klar humanistische Perspektive, die sehr gut zu unseren eigenen Grundüberzeugungen passt:
Künstlerisches Schaffen ist ein zutiefst menschlicher Akt.
Dr. Matthias Röder hingegen gab Einblicke in seine eigenen KI-Projekte im Musikbereich – etwa die Vollendung von Beethovens 10. Sinfonie durch KI oder sein aktuelles Projekt „Mozart Junior“. Er sagt deutlich: „Innerhalb von 3 bis 5 Jahren werden wir originäre KI-Künstler haben, die mit menschlichen Künstlern konkurrieren.“
Ein Punkt, den wir vertiefen möchten: Was genau ist ein „originärer KI-Künstler“ und wie kann dieser unabhängig von den Menschen sein, die ihn erschaffen haben?
Clair Bötschi stellte einen Stuttgarter Kunstwettbewerb (You-Transfer) vor, bei dem die Jury vollständig als KI-Algorithmus implementiert ist. In der Ausgabe 2026 müssen die Künstler sogar neben ihrem Kunstwerk einen KI-Agenten einreichen, der dann mit den anderen Einreichungen darüber debattiert, wer den Sieg verdient.
Obwohl diese Art von Wettbewerb an sich ein hochinteressantes Kunstwerk ist und sofort einen Diskurs über Fairness und Entscheidungsfindung anstößt (Kunst muss Diskurs und Widerspruch erzeugen!), habe ich die Sorge, dass dies die eingereichte (menschliche) Kunst abwertet – der Fokus liegt automatisch mehr auf dem Wettbewerbsmodus als auf dem Gewinner.
Bei &ai planen wir, Projekte und Menschen zu fördern, die verantwortungsvoll und bewusst mit und über KI in Musik und Kunst arbeiten. Ich ziehe es definitiv nicht in Erwägung, eine KI als Jury über diese Förderungen entscheiden zu lassen.
Ich setze l’art pour l’art ganz klar über l’art pour l’algo.
Der Tag wurde durch zwei Workshops abgerundet:
- Benjamin Jantzen erstellte ein Video basierend auf Stichworten aus dem Publikum und gab tiefe Einblicke in seinen Entstehungsprozess.
- Björn Tillmann zeigte, wie er das Neural-Audio-Tool R.A.V.E. auf sehr reflektierte Weise für das Sounddesign einsetzt – unter Verwendung von Open-Source-Software auf lokalen Rechnern, trainiert ausschließlich mit eigenem Material.
Für unsere Mission, den ethischen Einsatz von KI in Musik und Kunst zu fördern, war dies ein sehr aufschlussreicher und lohnender Tag. Es gibt viele Blickwinkel zu diskutieren und zu berücksichtigen, während wir uns darauf vorbereiten, die ersten von uns geförderten Werke auszuwählen.
Vernetzt euch mit uns, um die Diskussion fortzuführen oder um Projekte und Vorhaben zu teilen, die gut zu &ai passen könnten!
(Gepostet von Joachim, Vorsitzender von &ai)

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&ai beim GEMA-Panel „KI und Kreativität“
6.5.2026, Berlin, Atelier Gardens
Laura war für &ai beim Panel „KI und Kreativität – wem gehört die Musik von Morgen“ im Rahmen der GEMA-Mitgliederversammlung am 6.5. in Berlin. Ein gute Gelegenheit zum Netzwerken: unser Anliegen, KI verantwortungsvoll einzusetzen und die kreativen Leistungen des Menschen im Mittelpunkt zu sehen, fällt hier naturgemäß auf fruchtbaren Boden.
Moderation: Ela Steinmetz, Frontfrau des Trios Elaiza
Auf dem Panel:
- Awet Tesfaiesus: Bündnis 90/Die Grünen
- David Schliesing: Die Linke
- Christopher Wieduwilt: Gründer von The AI Musicpreneur, Berater für Künstler:innen
- Anja Kathmann: GEMA/Politische Kommunikation
Die Debatte beleuchtete das Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und dem Schutz geistigen Eigentums aus verschiedenen Perspektiven.
Christopher Wieduwilt stellte klar, dass inzwischen einige Anbieter (z.B. ElevenLabs) bereits auf lizensierten Daten trainieren und dass KI jenseits von Songgenerierung weitere Potenziale hat, z.B. Stimmrestauration, Voice-Licensing oder Stemsplitting. Jedoch fehlen außerhalb der EU oft noch Transparenzpflichten.
Anja Kathmann betonte die Vorreiterrolle der GEMA, die als erste Verwertungsgesellschaft Klagen in diesem Kontext eingereicht habe. Sie stellte deutlich heraus, dass die GEMA KI nicht als Tool ablehne, sich jedoch strikt gegen die unlizenzierte Nutzung kreativer Leistungen stelle. Der Schutz der Urheberrechte bleibe dabei die zentrale Aufgabe.
Aus politischer Sicht warnte Awet Tesfaiesus vor den gesellschaftlichen Folgen eines unregulierten Marktes. Sie konstatierte einen dringenden Handlungsbedarf, da die Gesellschaft andernfalls einen Verlust an Diskursräumen erlebe. Musik und Kunst seien wichtige Träger der Demokratie, deren Vielfalt es zu bewahren gelte.
David Schliesing fokussierte seine Beiträge auf die arbeitsrechtlichen Implikationen. Er äußerte Sorge um die Arbeitswelt kreativer Berufe – von Komponist:innen bis zu Texter:innen –, die ihre Arbeitsfelder an KI-Systeme zu verlieren drohten. Er forderte eine gesetzliche Regulierung und beschrieb den aktuellen Zustand als „Wilden Westen“.
Ela Steinmetz brachte als Moderatorin und praktizierende Musikerin eine wichtige Beobachtung aus der Community ein: Kreative schlössen sich bereits zusammen und nähmen beispielsweise bewusst ihre Backing Vocals selbst auf, um die menschliche Komponente zu stärken. Sie sprach den Wunsch aus, dass sich für handgemachte Musik ein eigenes, wertgeschätztes Segment etabliert – vergleichbar mit einem „Bio-Siegel“, das menschliche Kreativität klar kennzeichnet und von KI-generierter Inhalte abgrenzt.
In der anschließenden Fragerunde und nachfolgenden Gesprächen konnte Laura unsere Stiftung vorstellen und gute Kontakte knüpfen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Interessierten aus der Branche!

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Wir sind offiziell als Stiftung anerkannt!
Mit Wirkung zum 29. April 2026 wurde &ai von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz als Stiftung anerkannt! Damit sind wir nun offiziell und werden umgehend den Gemeinnützigkeitsstatus beim Finanzamt beantragen (der vorab schon positiv geprüft wurde).


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Konferenz „Managing the AI Transition“
26.-28. Juni 2026, Berlin, Schwanenwerder
Mit Unterstützung des Alumnivereins der Studienstiftung des deutschen Volkes findet Ende Juni die Konferenz „Managing the AI Transition – Vom Hype zum Handeln“ in Berlin statt.
&ai wird einen Plenarvortrag halten zum Thema der disruptiven Umbrüche, die KI aktuell in der Musikbranche auslöst. Zudem unterstützen wir bei der Organisation eines Konferenztracks.

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KI kann Kunst – Paneldiskussion
28.04.2026, 18 Uhr, Microsoft Niederlassung Berlin
Was für ein Start! Unser erster öffentlicher Auftritt von &ai fand am 28. April bei Microsoft in Berlin statt. Moderiert von Andre Hansel (Microsoft) diskutierte unser Vorstand Joachim mit Ornella Fieres (Medienkünstlerin), Dorothea Winter (Philosophin und KI-Ethikerin) sowie Johanna Neuschäffer (Galeristin) über die Frage, wie KI den Kunstbegriff ändert, welche neuen Möglichkeiten sie bringt und welche Gefahren auch mit ihr einhergehen.
Über 150 Zuschauer brachten sich lebhaft in die Podiumsdiskussion und auch anschließend im direkten Austausch ein – für &ai eine großartige Gelegenheit, breite Rückmeldung zu unserem Vorhaben und unseren Thesen einzuholen sowie Kontakte für zukünftige Kooperationen zu knüpfen.
Die Veranstaltung gab auch unseren Vorständen, Laura, Martina und Joachim, erstmals vor Ort und nicht nur virtuell unsere Strategie abzustimmen und die nächsten Schritte zu planen.
Kurze Eventberichte haben wir auch auf LinkedIn veröffentlicht:
Beitrag der &ai-Unternehmensseite
Vielen Dank für die Fotos an Christian Kruppa!




